Ethylenoxid – die unsichtbare Gefahr auf unseren Tellern

Ethylenoxid – die unsichtbare Gefahr auf unseren Tellern


Seit Herbst 2020 sorgt das sogenannte „Ethylenoxid“ immer wieder für Aufsehen. Ein Produktrückruf folgte dem nächsten. Vor allem bei Produkten mit Sesam.


Was ist Ethylenoxid überhaupt?


Bei Ethylenoxid handelt es sich um ein Begasungs- und Pflanzenschutzmittel. Zudem wird es als Desinfektionsmittel gegen Pilze und Bakterien eingesetzt. Unter anderem auch zur Sterilisation von den Covid Teststäbchen mit der Kennzeichnung „Sterile EO“, wobei das Gas drei Wochen nach der Bedampfung nicht mehr nachweisbar sein soll. Allerdings ist es seit 1991 aufgrund der wahrscheinlich krebserregenden und ergutverändernden Wirkung in der gesamten EU in der Landwirtschaft verboten worden.


Warum kommt Ethylenoxid dann in Lebensmitteln vor?


Leider ist das Gas außerhalb der EU nicht verboten und somit gelangt es trotzdem in unsere Lebensmittel. Vor allem bei konventionellen Sesamprodukten aus Indien wurde der Stoff mehrfach und in hohen Konzentrationen nachgewiesen. Aber auch in Bioware aus Indien werden Spuren von EtO gefunden. Viele der in den letzten Jahren in größerer Zahl entstandenen kleinen Bio-Anbaugemeinschaften haben gerade ihre Bio-Zertifizierung aufgrund von EtO in den Waren verloren, obwohl sie gar keines verwenden. Bei kleinen Händlern gab es, egal ob bio oder nicht, niemals EtO-verseuchte Rohstoffe. Sterilisiert wird traditionell günstig mit Wasserdampf. Teure EtO-Anlagen verwenden nur große Händler, die nach Kanada und in die USA exportieren. Man vermutet, dass entweder in indischen Testlaboren oder in den Transportcontainern Restmengen von EtO verbleiben, die dann als Spuren bei den Untersuchungen zu Tage treten.

Strengere Kontrollen seit 2020

Die vermehrten Kontrollen auf eine Substanz, die längst verschwunden geglaubt war, begannen eben erst wieder 2020 als Ethylenoxid verstärkt nachgewiesen wurde. Die EU Kommission reagierte mit Kontrollen bei 50% der Importe aus Indien. Aber es kommt immer wieder in anderen Lebensmitteln sowie Lebensmittelzusatzstoffen, auch aus anderen Ländern, vor.


Was kann man tun um Ethylenoxid belastete Lebensmittel zu vermeiden?

Wir lassen nur auf Ethylenoxid geprüfte Bio-Rohstoffe in unsere Naturbäckerei, somit kann ein nachträglicher Produktrückruf infolge stichprobenartiger Behördenkontrollen bei uns nicht vorkommen.
Unsere pacha-maia Urbrote können Sie deshalb beruhigt genießen. Zudem sind wir stets bemüht auf regionale Rohstoffe zurückzugreifen und bauen diese Lieferantenbeziehungen auch immer weiter aus. Zuletzt sind wir eine wundervolle Kooperation mit der „Schalkmühle“ eingegangen, von der wir bald auch noch berichten werden!


Für eine gesunde Umwelt und einen gesunden Körper!


Ein Grund mehr, warum biologische Landwirtschaft unsere Zukunft ist. Nur Aufklärung und Verstehen kann die Menschen zu einem Umdenken führen. Sie wollen Ihre Liebsten oder KollegInnen informieren? Sie können diesen Artikel ganz einfach teilen!

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